Was ist eigentlich RidePooling?

In der letzten Ausgabe von “Was ist eigentlich...?” haben wir euch den Begriff RideSharing erklärt. Wenn man über moderne Mobilität spricht, kommt man um gewisse Buzz-Words nicht herum. Damit ihr nun ganz genau wisst, wovon ihr abends an eurem Stammtisch sprecht, haben wir unsere Reihe “Was ist eigentlich...?” ins Leben gerufen. In der heutigen Ausgabe erklären wir den Begriff RidePooling.

RidePooling ist das effizientere RideSharing

Um die Verwirrung komplett zu machen, führen wir neben RideHailing und RideSharing noch einen dritten Begriff ein, der sich mit Rides (dt. Fahrten) beschäftigt. Aber keine Sorge, so kompliziert ist es letztendlich gar nicht. Wenn man so will, ist RidePooling einfach eine effizientere Variante des RideSharings. Auch hier gilt der Leitsatz, jedes RidePooling ist auch gleichzeitig RideSharing, aber nicht jedes RideSharing muss auch RidePooling sein. Es gibt zwei grundlegende Unterschiede:


1. Beim RidePooling wird ein IT-Algorithmus eingesetzt, der automatisch Fahrgemeinschaften zwischen Fahrgästen bildet, die ein ähnliches Ziel haben. Auf diese Weise teilen sich Fahrgäste die Fahrt und den Fahrpreis möglichst effizient.


2. RidePooling-Anbieter bieten ihren Fahrservice immer mit einer App an und verfolgen dabei kommerzielle Interessen. Von RideSharing spricht man hingegen auch bei privaten Mitfahrgelegenheiten ohne kommerziellen Hintergrund.


Zu den bekanntesten deutschen RidePooling-Anbietern zählen CleverShuttle, Moia und BerlKönig (nur Berlin). Auch die Taxi-Branche versucht sich mit myTaxi Match am Pooling-Hype zu beteiligen. Auf dem internationalen Markt bieten uberPOOL und Lyft Line ebenfalls RidePooling per App an. Allerdings stellt dieser Service bei diesen internationalen Playern eher ein Randgeschäft dar.

Wenn schon RidePooling, dann bitte emissionsfrei!

CleverShuttle in der Rindermarkthalle

Beim RidePooling geht es aber nicht nur darum, Fahrgästen immer den günstigsten Fahrpreis anzubieten. Betrachtet man die Verkehrswende insgesamt, haben alle neuen Mobilitätsangebote eines gemeinsam: Das eigene Auto muss in der Stadt überflüssig werden. Schon jetzt gibt es in Städten wie Stuttgart und Hamburg Straßen, auf denen Dieselfahrverbote wegen zu hoher Stickstoffbelastungen gelten. Auch in Berlin drohen Dieselfahrverbote.


Trotzdem nimmt die Zahl der Pkw-Neuzulassungen mit Verbrennungsmotoren weiter zu. In Berlin gab es 2013 noch rund 1.148.000 Neuzulassungen. 2018 stieg die Zahl um 54.000 Neuzulassungen auf 1.202.000. Das entspricht einem Plus von 4,46 Prozent. Wer in Berlin regelmäßig mit dem Pkw zur Arbeit fährt, wird diese Entwicklung sicherlich bemerkt haben. Spätestens dann, wenn es wieder im Radio heißt „Planen Sie heute 40 Minuten mehr ein.“ Zum Vergleich: Im Januar 2018 waren gerade mal 2007 E-Autos mit Berliner Kennzeichen unterwegs.


Es geht darum, ein neues Verständnis von Mobilität in Städten zu etablieren. Mit Blick auf drohende Klimakatastrophen muss auch der Verkehrssektor deutlich nachhaltiger gestaltet werden. „Wenn schon RidePooling, dann bitte emissionsfrei!“, lautete daher von Anfang an das Motto von CleverShuttle. Immerhin sind wir Deutschlands führender RidePooling-Anbieter, der ausschließlich auf Elektro- und Wasserstofffahrzeuge setzt. Erst vor Kurzem erschien eine Pressemitteilung von Toyota: 1.000.000 Kilometer - CleverShuttle und Toyota mit neuem Wasserstoff Meilenstein.