Mit Flexa durch den Alltag: Ein Update aus Leipzig

Mit Flexa durch den Alltag

Ein Update aus Leipzig

Im Januar 2021 hat CleverShuttle den Fahrbetrieb von Flexa – dem On-Demand-Pooling-Service der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) – übernommen. Seitdem sind wir mit unseren Flexa-London-Cabs auf den Straßen im Norden und Südosten Leipzigs unterwegs und ergänzen das vorhandene Netz von Straßenbahnen und Bussen.

Seit unserer Übernahme von Flexa am Anfang des Jahres hat sich einiges getan. Hier geben wir einen ersten Einblick, wie sich das Angebot in den letzten fünf Monaten entwickelt hat und wie es den Menschen in Leipzig den Alltag erleichtert.

Zahlen & Fakten

Derzeit sind insgesamt neun Fahrzeuge für Flexa Nord und Südost im Einsatz. Im Januar sind wir im Bediengebiet im Norden der Stadt mit fünf Kleinbussen gestartet. Als Flexa im April im Leipziger Südosten eingeführt wurde, kamen vier weitere hinzu.

Trotz der pandemie-bedingten Kontakt- und Mobilitätsbeschränkungen, erfreut sich der Service einer großen Nachfrage: Seit Januar haben unsere rund 30 Flexa-Fahrer:innen mehr als 30.000 Fahrgäste an ihre Zielorte in Wiederitzsch, Breitenfeld, Lindenthal, Seehausen, Holzhausen, Meusdorf und Probstheida gebracht. Dabei wurden insgesamt 243 virtuelle Haltepunkte im Flexa-Netz angefahren – 12 davon Verknüpfungshaltestellen zum Linienverkehr. Das zeigt: Der Service wird von Leipziger:innen gern genutzt, um sich sowohl innerhalb der Betriebsgebiete flexibel zu bewegen als auch um wichtige Verkehrsknotenpunkte zu erreichen. Besonders zu den Hauptverkehrszeiten vor 09:00 Uhr morgens und nachmittags ab 14:00 Uhr bis in den Abend ist Flexa gefragt, um Leipziger:innen zur Straßenbahn, zur Arbeit und nach Hause zu bringen.

Darüber hinaus ist der Service seit Ende Januar auch barrierefrei nutzbar. Über eine Rampe können Rollstuhlfahrer:innen sicher und komfortabel einsteigen und mitfahren. Unser Fahrpersonal ist entsprechend geschult, steht beim Ein- und Aussteigen zur Seite und plant genug Zeit für den Halt ein.

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„Flexa schließt Lücken im ÖPNV und bedient alle Kund:innen, die eine Mobilitätsalternative brauchen“

Abseits der Zahlen und Fakten haben wir mit dem verantwortlichen General Manager, Tobias Wachowski, und der langjährigen Flexa-Fahrerin Sylvia Krell über die Auswirkung des Angebots für die Menschen in Leipzig gesprochen.

Für Tobias ist die Tiefe der Integration des Angebots in den bestehenden ÖPNV das Besondere: „Das gilt einerseits für die Fahrpreise, die in den lokalen MDV-Tarif integriert sind. Andererseits ist das Flexa-System der LVB in seiner Funktionsweise so aufgebaut, dass es den ÖPNV immer nahtlos ergänzt. Als Kund:in bekommt man in der Flexa-App kein Angebot ausgespielt, wenn man für die geplante Strecke zeitlich und räumlich auch ein klassisches ÖPNV-Angebot (also über den Linienverkehr) nutzen könnte. Effektiv schließt Flexa somit bestehende Lücken im ÖPNV. Der Service bedient alle Kund:innen, die eine Mobilitätsalternative brauchen und organisiert für sie die optimale Kombination aus On-Demand und Linienverkehr.“

„Zusätzlich sind die Flexa-Cabs natürlich ein Hingucker. Sie machen Spaß und werden von Leipziger:innen gerne gefahren“
, sagt Tobias.

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Tobias Wachowski, General Manager Leipzig

„Die Fahrgäste sind bunt durchmischt“

Sylvia Krell, die schon seit rund 20 Jahren Fahrerin ist, freut sich über die wachsende Nachfrage der letzten Wochen: „Im Januar lief es teilweise ziemlich schleppend. Seit dem Frühling ist es deutlich mehr geworden, denn die Menschen gehen wieder raus. Derzeit mache ich im Schnitt zwischen 17 und 19 Fahrten pro Schicht. Die Fahrgäste sind bunt durchmischt − Frühs fahre ich oft die Jugendlichen zur Bushaltestelle, wo sie in den Bus zur Schule umsteigen. Ab 9 Uhr kommt dann die ältere Generation, die ich zum Einkaufen oder zu Terminen fahre. Ab Nachmittag sind es dann wieder die Jugendlichen. So habe ich meine kleine Routine.“

„Viele Menschen, die das Angebot nutzen, fragen mich dann auch, ob es mit Flexa bald in neuen Stadtgebieten weitergeht und ob es einen Nachtshuttle geben wird. Das Interesse ist also da“, erzählt Sylvia.

Der Umgang mit ihren Fahrgästen ist für sie das Wesentliche am Service: „Ich habe mittlerweile viele Stammgäste. Ich brauche nur ihren Namen auf meinem Display zu sehen, und ich weiß ganz genau, wo sie hinwollen. Letztens hatte ich z.B. eine ältere Dame als Kundin. Ich habe sie an ihrem Namen erkannt und wusste schon genau, wo sie wohnt. Der Haltepunkt, an dem sie einsteigen sollte, war aber ein Paar Meter von ihrer Haustür entfernt, d.h. sie hätte noch ein kleines Stück laufen müssen, um an den Haltepunkt zu kommen. Ich bin ihr dann einfach rückwärts entgegengefahren und das hat sie riesig gefreut. Solche Momente, in denen man den Menschen eine Freude machen kann, sind einfach schön.“

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Sylvia Krell, Flexa-Fahrerin seit 2019

Gekommen um zu bleiben

Wir freuen uns über die steigende Nachfrage und die wachsende Anzahl an Flexa-Fahrten in den letzten Monaten. Das Nutzungsverhalten der Fahrgäste zeigt, dass Flexa in Leipzig mittlerweile eine etablierte Mobilitätslösung für den täglichen Bedarf ist. Die tiefe Integration in den lokalen ÖPNV stellt sicher, dass der Service dort zum Einsatz kommt, wo die Menschen ihn brauchen. Damit ist Flexa ein Vorreiterprojekt im städtischen On-Demand-Ridepooling und wir sind stolz darauf, das Projekt gemeinsam mit den LVB voranzutreiben.

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