Bestzeit im ÖPNV: Von der Beauftragung zum Betriebsstart in nur vier Monaten

Bestzeit im ÖPNV: Von der Beauftragung zum Betriebsstart in nur vier Monaten

Kaum ein anderes Angebot im öffentlichen Nahverkehr lässt sich so schnell und flexibel einsetzen wie On-Demand-Verkehre. Kommunen und Städte können innerhalb weniger Wochen ein deutlich besseres Mobilitätsangebot etablieren. On-Demand-Verkehre sind für die öffentliche Hand gleich doppelt interessant: Sie schließen Versorgungslücken, wo der klassische Linienverkehr nicht sinnvoll eingesetzt werden kann und stellen dort eine Brückentechnologie dar, wo es gilt Zeitraum zwischen dem Ausbau und Start von neuen Linien zu überbrücken.

Lokale Entscheidungsträgerinnen und -träger stehen zunehmend unter Druck, trotz begrenzter Haushaltsmittel den ÖPNV so zu gestalten, dass dieser tatsächlich dazu beiträgt, Bürgerinnen und Bürger mobiler zu machen und gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Langwierige Ausschreibungsverfahren und komplexe Planungen beim Ausbau von Schienenverkehren erschweren es den Aufgabenträgern aber erfolgreich auf dieses Ziel hinzuarbeiten. On-Demand-Verkehre können schnell und vergleichsweise unkompliziert ausgebaut werden und nach Bedarf den bestehenden öffentlichen Nahverkehr ergänzen oder auch als Überbrückung bis zum erfolgten Ausbau von Schienenverkehren dienen. Der Grund: von der Beauftragung bis zur Umsetzung dauert es bestenfalls nur einige Wochen.

Der Weg zu lebensnahen ÖPNV-Angeboten

75% der Haushalte, die regelmäßig ein Auto nutzen, können sich vorstellen auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. Das zeigt eine repräsentative Umfrage der KfW. Speziell die Befragten auf dem Land sahen dafür aber bessere Anbindungen als Voraussetzung. Diese können mit On-Demand-Verkehren kurzfristig geschaffen werden.

Das Angebot der On-Demand-Verkehre orientiert sich immer an den Mobilitätsbedürfnissen der Menschen vor Ort: Die Shuttles fahren dort, wo sie gebraucht werden. Fahrgäste werden zuhause, bei der Arbeit oder am nächsten Verbindungsbahnhof abgeholt und gelangen schnell an ihr Ziel – genau dann, wenn sie es brauchen. Individuelle Fahrtanfragen werden gebündelt. Anstatt Fahrgäste einzeln zu befördern, werden Fahrten mit ähnlichen Routen also zusammengelegt. Dies nennt man Ridepooling. Damit gehören leere Linienbusse der Vergangenheit an und Bürgerinnen und Bürger gewinnen eine echte Alternative zum eigenen Auto. Kommunalpolitik erlangt so neue Handlungsspielräume.

Infrastruktur ohne unvorhersehbare Kostensteigerungen

Die Einrichtung neuer Haltestellen entfällt, da Fahrgäste virtuell oder telefonisch ihren Standort angeben und die Shuttles direkt zu ihnen fahren – ohne eine neu einzurichtende Haltestelle anzufahren. So entstehen Infrastrukturkosten lediglich bei der Einrichtung des Betriebssitzes. On-Demand-Verkehre benötigen nur einen geeigneten Standort, in dem zum Beispiel Fahrzeuge gewartet und geladen werden können oder das Fahrpersonal Pausen machen kann. Unvorhersehbare Kostensteigerungen, wie sie bei großen Infrastrukturmaßnahmen häufig auftauchen, gibt es bei der Einführung der Ridepooling-Angebote nicht.

Zudem können barrierefreie Shuttles ein zusätzliches Angebot für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste schaffen, ohne dass dafür beispielsweise Anpassungen an Haltepunkten nötig werden.

Rekordverdächtig: Rasche Realisierung

CleverShuttle hat seit 2014 20 Verkehre auf die Straße gebracht. Die Größe der Betriebe könnte kaum unterschiedlicher sein: Sie umfasste Ridepooling-Angebote mit nur zwei Fahrzeugen und Flotten mit 140 Shuttles. Diese weitreichende Erfahrung in der Inbetriebnahme nutzt unser Unternehmen nun, um Aufgabenträgern schnellstmöglich zum laufenden Betrieb ihrer von On-Demand-Angebote zu verhelfen.

Gemeinsam mit unseren Partnerinnen und Partner vor Ort haben unsere Fachleute Projekte in rekordverdächtiger Geschwindigkeit realisiert. Im Schnitt dauert es nach der Zuschlagsvergabe nur drei bis vier Monate bis zum Start des Verkehrs. Das Angebot der Leipziger Verkehrsbetriebe „Flexa“ wurde aber noch schneller umgesetzt und innerhalb von nur vier Wochen nach der Beauftragung an den Markt gebracht.

Unser Erfolgskonzept: Der Weg zum schnellen Betriebsstart

CleverShuttle hat ein eigenes Team, das auf die Inbetriebnahme spezialisiert ist. Unsere Projektpartner auf Aufgabenträgerseite bekommen einen eigenen Projektleiter an die Seite gestellt, der im Verlauf des gesamten Prozesses alle Fragen beantworten kann. Er sorgt für reibungslose Abläufe, übernimmt die Steuerung und stellt sicher, dass der Betriebsstart zur vereinbarten Zeit erfolgen kann. Damit der Betrieb schnell an den Start gehen kann, gilt es einige Punkte zu beachten. Lesen Sie mehr über den Prozess bis zum Betriebsstart hier.

Nahverkehrsangebote schaffen: Schiene, Bus und Ridepooling gehen Hand in Hand

On-Demand-Ridepooling ist eine sinnvolle Ergänzung des bestehenden öffentlichen Nahverkehrs: Vielerorts können sie als Zubringer für gut ausgelasteten Schienen- und Busverkehre eingesetzt werden. Einerseits können Kommunen also auch in weniger dichtbesiedelten Gebieten ein Nahverkehrsangebot schaffen, andererseits können Bürgerinnen und Bürger durch flexible Abfahrtszeiten und die besser zu ihrem Alltag passenden Bedienzeiten als Fahrgäste gewonnen werden.

Da gerade der Ausbau des Schienenverkehrs in der Regel mehrere Jahre beansprucht kann On-Demand-Ridepooling auch als Brückentechnologie genutzt werden: Neue Wohngebiete können schnell erschlossen und der Stadt-Umland-Verkehr innerhalb weniger Wochen ausgebaut werden.

Schlussendlich schließt der On-Demand-Verkehr Bedienungslücken und löst so auf schnellstmöglichem Wege eine der zentralen Herausforderungen unserer Zeit. Er sichert ein attraktives Nahverkehrsangebot auf dem Land und in der Stadt und kann sogar kurzfristig für die Takt- und Angebotsverdichtung eingesetzt werden.

Für eine nahtlose Tür-zu-Tür-Beförderung können Kommunen, Landkreise und Verkehrsunternehmen nicht mehr ausschließlich auf Linienverkehre auf der Straße oder Schiene setzen. Sie sollten diese sinnvoll mit On-Demand-Verkehren erweitern und vernetzen. So gewinnen sie mehr Entscheidungsspielraum und Handlungsoptionen für die Umsetzung des Nahverkehrs. Schlussendlich profitieren die Bürgerinnen und Bürger jedoch am meisten, denn das Ziel einer nahtlosen Tür-zu-Tür-Beförderung rückt näher.

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