Ladeinfrastruktur: 5 Dinge, die es beim Aufbau zu beachten gilt

Ladeinfrastruktur: 5 Dinge, die es beim Aufbau zu beachten gilt

Um On-Demand-Verkehre nachhaltig umzusetzen, gehört der Aufbau der Ladeinfrastruktur heute fast standardmäßig zu den Aufgaben des Betreibers. Doch welche Ladeinfrastruktur braucht es für einen erfolgreichen Betrieb ohne Wartezeiten und wie ist ein fristgerechter Projektstart auch in Zeiten der Lieferkettenprobleme möglich? Diesen Fragen gehen wir in unserem neusten Blogbeitrag nach.

1. Bedarfsgerechte Ladestationen 

Der Aufbau der Infrastruktur hat einen wesentlichen Einfluss auf die Effizienz und Qualität des On-Demand-Verkehrs. Schon die Wahl des Ortes für den Betriebssitz kann den Erfolg des Betriebs maßgeblich beeinflussen. Der Betriebssitz eines On-Demand-Verkehrs ist eine Art Leitstelle, an der Fahrzeuge und Fahrpersonal koordiniert werden. Dort wird in der Regel auch der Ladepark installiert.
Damit ist die Standortwahl entscheidend, um niedrige Wartezeiten und eine hohe Bedienqualität zu garantieren.

Um auch in großen Bediengebieten zu ermöglichen, dass die E-Shuttles zuverlässig zur Verfügung stehen, kann es sinnvoll sein, weitere Ladepunkte außerhalb des Betriebssitz einzurichten. Dies ist auch der Fall, wenn Bediengebiete in einem Landkreis nicht aneinandergrenzen. Sind also einzelne Kommunen gewissermaßen abgekoppelt und nicht in direkter Nähe des Betriebssitzes, werden dort ebenfalls Ladepunkte eingerichtet. Dies ist jedoch auch von folgenden Faktoren abhängig:  

  • Topographie
  • Fahrtdistanzen
  • Betriebszeiten (z.B. Ruhezeiten)
  • Nachfrage
  • Art der Fahrzeuge

Bei den Ladesäulen kann im Wesentlichen zwischen zwei Systemen gewählt werden: Die DC- und AC-Ladestationen. Die DC-oder „Schnellladesäulen“ werden mit Gleichstrom betrieben. Sie dienen dazu, Fahrzeuge während des Betriebs kurzfristig nachzuladen und somit verfügbar zu halten. Sie sind in der Anschaffung und Haltung jedoch kostenintensiver als die AC- oder auch „Normalladesäulen“, welche mit Wechselstrom funktionieren. Stehen nur Normalladesäulen zu Verfügung, muss in der Planung sichergestellt werden, dass zu den Betriebszeiten immer ausreichend geladene Fahrzeuge zur Verfügung stehen. Dies ist gerade bei Nachfragespitzen oder auch bei Vollbetrieb herausfordernd. Eine zum Betrieb passende Mischung aus beiden Ladestationen ist daher ideal. CleverShuttle setzt bei der Planung der Ladeinfrastruktur unter anderem auf Nachfrageprognosen, Auslastungsanalysen und die jahrelange Erfahrung im Betrieb von Elektrofahrzeugen. Alle betriebsrelevanten Informationen werden in unserem unternehmenseigenen Steuerungs-Dashboard zusammengeführt und abgebildet. 

Intelligente Ladesysteme ermöglichen weitere Einsparungen. Unsere Ladevorgänge können digital erfasst, eingesehen und gesteuert werden. So stellen wir zum Beispiel sicher, dass der Stromverbrauch optimiert und eine Erhöhung der Anschlussleistung vermieden werden. Intelligente Ladesysteme ermöglichen es CleverShuttle, die Strommenge der individuellen Ladebedarfe unter Berücksichtigung der vorhandenen Stromleistung zu verteilen. 

Blick in die Praxis  

CleverShuttle betreibt im Landkreis Offenbach den Hopper im Auftrag der Kreisverkehrsgesellschaft Offenbach mbH (kvgOF). In Hanau sind wir zusätzlich mit dem Mainer für die Hanauer Straßenbahn GmbH  (HSB) unterwegs. In Obertshausen ist ein zentraler Betriebssitz eingerichtet. Dieser verfügt über die nötige Büro- und Dispositionsinfrastruktur, um die Verkehre zu steuern und natürlich Ladestationen und Stellplätze.

Hopper Bereiche 01

Die Betriebsgebiete des Hoppers und Mainers. Copyright: Kreisverkehrsgesellschaft Offenbach mbH

Doch nicht alle Bediengebiete grenzen aneinander. So hat CleverShuttle an drei weiteren Orten die Möglichkeit zum Laden geschaffen, z.B. in Langen. 18 Ladestationen mit je zwei Ladepunkten, sorgen jetzt dafür, dass die E-Shuttles jederzeit einsatzbereit sind. Handelt es sich bei unseren Einsatzorten also um autarke Bediengebiete, verfügen sie auch über autarke Ladesysteme. So können Leerkilometer durch Fahrten zu den Ladestationen und wieder zurück ins Bediengebiet vermieden werden.

Hopper ladeinfrastruktur
Ladeinfrastruktur hopper
Clevershuttle pressefoto hopper1 klein

2. Förderprogramme 

Lokale Verkehrsunternehmen und kommunale Unternehmen können von Förderprogrammen des Bundes und der Länder bei der Einrichtung der passenden Ladeinfrastruktur profitieren. CleverShuttle verfügt über einen umfassenden Überblick der Programme und kann gegebenenfalls bei der Beantragung der Mittel unterstützen.  So kann beispielsweise über die KFW eine Förderung für die Errichtung von Ladestationen beantragt werden, die nicht öffentlich zugänglich sind. Auch der Netzanschluss und das Lademanagementsystem sind über diese Förderung abgedeckt. Es handelt es sich um Mittel, die seitens des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr bereitgestellt werden.

3. Lieferketten sicherstellen  

Der Krieg in der Ukraine und die weltweite Lieferketten-Krise erschweren den Ausbau von Ladeinfrastruktur. Die Nachfrage nach E-Fahrzeugen in ganz Deutschland steigt stetig und damit auch der Ausbaubedarf hinsichtlich der Ladestationen sowie die dahinterliegende Netzinfrastruktur. Doch dieser kann kaum noch gedeckt werden. So sind mehrere Monate Wartezeit längst zum Standard geworden. Linienbedarfsverkehre sollen jedoch häufig schon wenige Monate nach dem Vergabeverfahren starten. Wie kann dies dennoch gewährleistet werden? 

CleverShuttle verfügt über jahrelang gewachsene Beziehungen zu Händler:innen und über acht Jahre Erfahrung bei der Beschaffung der Ladeinfrastruktur. Wir setzen im Ausbau und der Inbetriebnahme zusätzlich auf eine vorausschauende Planung und bestellen frühzeitig die benötigten Komponenten oder können auf Lagerbestände zurückgreifen. 

4. Fristgerechte Inbetriebnahme 

Unsere erfahrenen Projektmanager:innen haben ein großes Netzwerk zu Elektrofachbetrieben, Bauunternehmen und weiteren relevanten Kontakten aufgebaut. Sie haben Routine im Umgang mit Genehmigungsprozessen, begleiten den Bau und übernehmen die Aufsicht, um die Qualität der Maßnahmen zu sichern. 

Durch die umfassende Projektsteuerung können unvorhergesehene Änderungen im Projektplan nahezu vollständig ausgeschlossen und Verzögerungen beim Betriebsstart vermieden werden.  Auch im späteren Live-Betrieb verfügt CleverShuttle über Know-How im Bereich der Wartung und Steuerung der Ladeinfrastruktur. Durch Wartungsverträge und die digitale Steuerung der Ladesäulen, stellen wir die Funktionsfähigkeit der Ladeinfrastruktur dauerhaft sicher. 

AufbauLIS

Unser Projektmanagement-Team übernimmt die komplette Steuerung bei der Einrichtung der Ladeinfrastruktur. Dazu gehört auch die Bauaufsicht.  

5. Die richtige Wahl des Stromanbieters 

Bei einer konsequenten Umsetzung nachhaltiger Mobilität, sollte auch die Auswahl des Stromanbieters mit Bedacht erfolgen. Die Fahrzeuge sollten mit Strom aus erneuerbaren Energien geladen werden. Doch auch der Preis ist entscheidend. Gerade vor dem Hintergrund der ansteigenden Strompreise hat die passende Auswahl des Stromanbieters für On-Demand-Verkehre an Bedeutung gewonnen.  

Die Mehrheit der Stromanbieter sind selbst keine Erzeuger und kaufen Strom von den Erzeugern. Daher verhandeln die meisten Anbieter einen Strompreis langfristig und geben ihn an die Verbraucher weiter.  
Die Alternative ist der Spotmarkt: Hier wird kurzfristig lieferbare Energie angeboten und an der Börse gehandelt. Die Preise sind dynamischer und richten sich nach Angebot und Nachfrage. Kann der Strom zu nachfrageschwachen Zeiten günstig eingekauft werden, ergeben sich also erhebliche Einsparungspotenziale.  

CleverShuttle ist Premiumpartner eines Stromanbieters, der sich auf den Kauf von Ökostrom über den Spotmarkt spezialisiert hat. So können wir unseren Betrieb mit klimaneutralem Strom zu günstigen Bedingungen durchführen. Von diesen Konditionen profitieren auch unsere Partner:innen. 

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