Allein unter Männern

Wie drei Frauen bei CleverShuttle die Welt der Mobilität gestalten.

Männer interessieren sich für Fußball, Autos und Technik – Frauen für Yoga, Mode und Beauty-Themen – so will es das Klischee. Unsere drei starken Kolleginnen Juliane, Suna und Kathi können mit diesem Schubladendenken wenig anfangen. Zum Weltfrauentag erzählen sie euch in unseren kurzen Interviews, wie das Arbeiten als Frau in klassischen Männerberufen ist und warum es diese Berufe bei CleverShuttle eigentlich gar nicht gibt.

Juliane sorgt dafür, dass die CleverShuttle App fehlerfrei funktioniert.

„Ihr könnt alles erreichen, was ihr euch vornehmt. Wenn es schwierig wird, kämpft euch durch. Das ist für mich Emanzipation.“

Clevershuttle BP Weltfrauentag Juliane

„Ich lasse Außenstehende gerne raten, welchen Beruf ich habe. Da kommen dann immer ganz klassische Frauen-Stereotypen heraus: Irgendwas mit Englisch oder Geisteswissenschaften. Wenn ich dann sage, was ich wirklich mache, sind alle verblüfft“, sagt sie und lacht. Als QA Test Automation Engineer kümmert sie sich darum, dass die CleverShuttle App ohne Bugs läuft. Dafür programmiert sie Tests, die die wichtigen Funktionen der App automatisch überprüfen. Bei CleverShuttle ist sie eine von acht Frauen im Tech-Bereich – Männer sind deutlich in der Überzahl.


Doch woran liegt es, dass nur so wenige Frauen technische Berufe ergreifen? Laut Juliane müssten Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren mehr an diese Berufe herangeführt werden – indem man ihnen klar mache, welche Fähigkeiten sie erwerben müssen, um zum Beispiel an einer App zu arbeiten: „Einen Job bei Google oder Instagram finden viele cool. Dass Mathematik sie dort hinführt, wissen sie aber nicht.“ Und auch wenn Führungspositionen eher von Männern mit Männern besetzt werden, will Juliane Frauen in der Tech-Branche dennoch Mut machen: „Ihr könnt alles erreichen, was ihr euch vornehmt. Wenn es schwierig wird, kämpft euch durch. Das ist für mich Emanzipation.“

Suna fährt unsere Nachteulen durch Berlin.

„Ich kann besser Auto fahren als ein Mann. Da gehe ich jede Wette ein.“

Clevershuttle BP Weltfrauentag Suna

Fahrerinnen gibt es bei CleverShuttle besonders wenige. Eine von ihnen ist Suna, die ausgebildete Busfahrerin ist. Vom Klischee, dass Frauen nicht Auto fahren können, hält die Berlinerin gar nichts: „Ich kann besser Auto fahren als ein Mann. Da gehe ich jede Wette ein.“ Da sie aus einer autoverrückten Familie stammt, ist Suna mit Fahrzeugen groß geworden. Heute fährt sie ausschließlich nachts. „Wenn die Leute das hören, ‚eine Frau, die nur in der Nacht fährt‘, dann sind sie oft verwundert. Denn das ist eher ungewöhnlich, oder – wie viele glauben – für eine Frau gefährlich“, sagt Suna.


Doch sie sei eine starke Frau und habe nicht so schnell vor etwas Angst. Außerdem schaffe CleverShuttle die nötigen Sicherheitsmaßnahmen, sodass Mitarbeiterinnen, aber genauso Mitarbeiter, sicher durch die Nacht kommen. Suna glaubt, dass viele Frauen sich zu wenig zutrauen und deshalb meinen, sie könnten nicht Fahrerin werden. „Ich rate diesen Frauen, sich bei CleverShuttle zu bewerben. Sind sie gut, wird ihnen hier eine Chance geboten – ohne dass ihr Geschlecht einen Vor- oder Nachteil darstellt.“ So fährt Suna weiter durch die Nächte Berlins – immer bereit für ein anregendes Gespräch mit den Fahrgästen.

Kathi leitet das Fuhrparkteam.

„Ich wünsche mir, dass Frauen in Führungspositionen die gleiche Anerkennung bekommen wie Männer.“

Clevershuttle BP Weltfrauentag Kathi

Das Interesse für Autos wurde Kathi schon in die Wiege gelegt. „In meiner Familie galten Autos als etwas Tolles, ich habe mich immer dafür interessiert“, sagt die Senior Fleet Managerin. Entsprechend entschied sie sich nach dem BWL-Studium dafür, das Hobby zum Beruf zu machen. Ihr Weg führte sie schließlich zu CleverShuttle. Hier koordiniert sie den deutschlandweiten Fuhrpark, kauft neue Fahrzeuge für die Flotte, rangiert alte aus und steuert ein Team, das für die Wartung zuständig ist.


Als Teamleiterin koordiniert sie Mitarbeiter an allen Standorten – ausschließlich Männer. „Das macht mir keine Angst. Für mich gibt es keine klassische Frauenposition. Bei CleverShuttle kommt es allein auf das an, was man kann. Es ist egal, ob man ein Mann oder eine Frau ist.“ Dennoch glaubt Kathi, dass es Frauen auf dem deutschen Arbeitsmarkt insgesamt schwerer haben. „Von der Politik und den Unternehmen müssten Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf geschaffen werden. Nur so gibt es für alle gleichberechtigte Karrierechancen.“ Außerdem fehle Karriere-Frauen oft die Wertschätzung der Gesellschaft: „Ich wünsche mir, dass Frauen in Führungspositionen die gleiche Anerkennung bekommen wie Männer.“